Möbeldesign im Wandel – die 1930er Jahre

Von in Wohnen & Einrichten

Die 1920er Jahre, das Bauhaus, die de Stijl Bewegung und andere künstlerische Vereinigungen hatten den Begriff des modernen Designs neu geformt. Die Schließung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 wirkte wie eine Zäsur. Einerseits beeinflusste die Politik des Dritten Reiches das Verständnis für Kunst und Design, andererseits konnte sich der Bauhaus-Geist weltweit verbreiten, denn viele der Künstler, Architekten und Gestalter emigrierten unter dem politischen und gesellschaftlichen Druck und arbeiteten im Exil erfolgreich weiter.

Sessel Fauteuil de Direction von Vitra, Design Jean Prouvé
Fauteuil de Direction | Jean Prouvé | 1939 | Bild: Vitra

Die 1930er Jahre waren geprägt von einer neuen Sachlichkeit, die in einem starken Kontrast zum ausladenden französischen Art Deco Stil stand. Während sich im ländlichen Bereich alte Traditionen zunächst weiter fortsetzten, waren in der Stadt funktionale, auf kleinen Wohnraum zugeschnittene Möbel gefordert. Die Möblierung wurde leichter, Raumteiler und Kombinationsmöbel entstanden, die ersten Einbauküchen wurden produziert. Die Einrichtung sollte praktisch und beweglich sein. Neben Holz kamen Stahl, Glas und neue Werkstoffe zum Einsatz. Aufrüstung und Kriegsausbruch brachten aber eine Materialknappheit hervor, die die Möbelproduktion erschwerte.

Bedeutende Entwürfe der 1930er Jahre

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