Der kleine Lichtknigge – wieviel Beleuchtung braucht der Mensch?

November 9, 2017 von Heike Ladendorf in Wohnen & Einrichten

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“Wo Schatten ist, muss auch Licht sein.” besagt eine alte Lebensweisheit. Wie Sie zu Hause das richtige Licht ins Dunkel bringen, verraten Ihnen unsere Einrichtungsexperten.

Ohne Licht könnten wir nicht lange überleben, so viel ist klar. Doch Licht trägt nicht nur zu Wachstum und Entwicklung bei, es erzeugt auch Stimmungen und beeinflusst unser Lebensgefühl. Ein Raum ist mit 5 bis 7 Leuchten meist optimal ausgeleuchtet und sollte über ein sogenanntes Raumlicht und einige weitere Lichtpunkte verfügen, die je nach Bedarf und Stimmung auch einzeln eingeschaltet werden können. In Küche und Bad wird etwas mehr Licht als im Wohnraum eingesetzt. Hell eingerichtete Räume benötigen weniger Leuchten als dunkel eingerichtete Räume, um die gleiche Helligkeit zu erzeugen.

Während das Raumlicht den Raum zu allen Seiten und nach unten erhellt und  in der Regel ausreichend beleuchtet, sorgen Einzelleuchten als Dekolichter an verschiedenen Stellen für die eigentliche Atmosphäre. Hier kommt meist indirektes Licht zum Einsatz. Das kann ein Deckenfluter sein, Tischleuchten, die die Wand anstrahlen, Bilderleuchten uvm. Viele Leuchten sind dimmbar, die Helligkeit lässt sich also über einen integrierten Dimmer oder über den Stromanschluss regulieren. Einige moderne Leuchten lassen sich über Gestensteuerung bedienen oder in die Smart Home Haustechnik integrieren.

Faustregeln der Beleuchtung

  • 5-7 Leuchten pro Raum
  • Kein direktes Licht neben einem Fernseher
  • Pendelleuchten über Esstischen: 60 cm Abstand von Oberkante Tischplatte zu Unterkante Leuchte
  • Leuchtmittel (auch LED Glühbirnen) sind in zwei Gewindestärken – E10 und E27 – erhältlich.

LED – das Licht der (fast) unbegrenzten Möglichkeiten

LED Leuchten der neueren Generation spielen mit der Lichtintensität und -farbe. Sie bedienen ein Spektrum von 2.700 Kelvin (warmes Licht) bis 6.000 Kelvin (kaltes Licht) und bieten somit eine Bandbreite von dezentem, warmem Wohnlicht bis zu relativ kaltem Arbeitslicht.

Intelligentes Licht Philips HUE LED

Starter Kit Hue White and Color mit Bridge

Auch verschiedene Farbspektren lassen sich bedienen. Und mit Smart Home müssen Sie im Idealfall nicht einmal mehr aufstehen, um die perfekte Lichtstimmung für den Moment zu erzeugen, denn viele LED Leuchten sind heute über das Smartphone oder sogar über Sprachbefehle steuerbar, wie beispielsweise die smarte Glühbirne Hue von Philips.

Die rasanten Entwicklungen im Bereich LED Beleuchtung wurden durch die EU Energieffizienz-Richtlinie 2009/244/EG eingeleitet, nach der seit spätestens 2012 keine herkömmlichen Glühbirnen mehr verkauft werden dürfen. Auch Hochvolt-Halogenlampen wurden bis 2016 schrittweise aus dem Verkehr gezogen.

 

Licht Farbtemperatur in Kelvin

Licht Farbtemperatur in Kelvin

Lichtstärken

Die Helligkeit eines Leuchtmittels wird in Lumen, der Einheit der Lichtstärke, gemessen. Um die Helligkeit eines LED Leuchtmittels mit dem einer herkömmlichen Glühbürne zu vergleichen, gilt die Faustregel Wattzahl x 10. Eine 25 Watt Glühbirne entspricht in ihrer Lichtintensität also einem LED Leuchtmittel mit 250 Lumen.

Was Sie über LED wissen sollten

Vorteile: fast keine Hitzeabstrahlung, geringer Stromverbrauch, lange Lebensdauer
Lumen: Lichtstärke
Kelvin: Lichtfarbe
Lumen = Wattzahl x 10

Kein Aus für Klassiker

Tischleuchte Pipistrella und Pipistrella Mini von Martinelli Luce

Tischleuchte Pipistrella und Pipistrella Mini als LED Version von Martinelli Luce

Manche Hersteller bieten Modelle ihrer Klassiker mit LED Beleuchtung an, der Unterschied ist kaum oder gar nicht erkennbar. Aber keine Angst: In die meisten Leuchtenklassiker können Sie heute LED Glühbirnen in unserschiedlichen Lichtfarben einsetzen, so dass Ihre Lieblingsleuchte auch weiterhin für Sie strahlt.

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