Möbeldesign im Wandel – die 1990er Jahre

September 17, 2020 von Heike Ladendorf in Möbeldesign im Wandel, Wohnen & Einrichten

https://blog.used-design.com/wp-content/uploads/2020/09/05_142s_corretta.jpg

Die 1990er Jahre sind das Jahrzehnt der Wiedervereinigung. Es sind friedliche Zeiten, in denen das Angebot an modernen Möbeln immer größer wird. Gleichzeitig werden richtungsweisende Trends, wie wir sie aus vergangenen Dekaden kennen, immer seltener. Die Globalisierung nimmt ihren Lauf, das Internet, wie wir es heute kennen, erlebt seine Geburtsstunde. Es ist der Aufbruch in eine neue Zeit.

Während sich die Geiz-ist-geil Mentalität durchsetzt und Produkte immer austauschbarer werden, stellen sich Designer wie Droog Design, Humberto und Fernando Campana, Ron Arad oder Paola Navone gegen Massendesign und Wegwerfgesellschaft. Ihre Entwürfe haben das Jahrzehnt geprägt. Sie hinterfragen den Zeitgeist, provozieren und stimmen nachdenklich.

Berühmte Entwürfe der 1990er Jahre

Bookworm

Kartell | Ron Arad, 1994

Bücherregal Bookworm von Ron Arad, Kartell
Bookworm | Bild: Kartell

Ob der extravagante Bücherwurm als Kunstobjekt oder als Bücherregal dient, bleibt dem Nutzer überlassen. Der Kunststoff ist biegsam und wird mit passenden Halterungen an der Wand montiert, genau so, wie er gebraucht wird.


Dr. No

Kartell | Design Philippe Starck, 1996

Die Entwürfe von Philippe Starck sorgen fast immer für Aufsehen. So der neu interpretierte Armlehnstuhl aus witterungsbeständigem Kunststoff. Dr. No ist stapelbar und in verschiedenen Farben erhältlich.


Backenzahn

e15 | Philipp Mainzer, 1996

Der Hocker aus massivem Eichen-Kernholz gleicht einem Backenzahn. Der Entwurf von Philipp Mainzer überzeugt mit seiner natürlichen Ausstrahlung und lässt sich überall leicht in die Einrichtung integrieren.


Zettelz

Ingo Maurer, 1997

Pendelleuchte Zettelz von Ingo Maurer
Zettelz

Die Zettelz Pendelleuchte von Ingo Maurer ist ein echter Individualist. Sie besteht aus sternförmig angeordneten Speichen, an denen Zettel aus Japanpapier befestigt werden. Die beschrifteten Zettel können durch leere Blätter ergänzt werden, die man entweder frei lassen oder selbst beschriften kann. Die Anordnung von Speichen und Blättern bleibt dabei jedem selbst überlassen.


.03

Vitra | Maarten Van Severen, 1998

Weniger ist mehr. Der schlichte Stuhl von Maarten Van Severen ist faszinierend komfortabel, denn die Schale aus flexiblem Polyurethan-Integralschaum passt sich dem Körper an. Die Rückenlehne gibt beim Zurücklehnen angenehm nach. Der stapelbare .03 ist schon heute ein junger Designklassiker.


Mo

e15 | Philipp Mainzer, 1999

Holzbett Mo von e 15, Design Philipp Mainzer
Mo | Bild: e15, www.e15.com

Das schnörkellose Bett hat einen 4 cm starken Rahmen aus Massivholz. Das offene Fußende und der 10 cm breite Ablagerahmen unterstreichen die Schlichtheit des genial einfachen Entwurfs, der schnell Nachahmer fand.


Tom Vac

Vitra | Ron Arad, 1999

Stapelstuhl Tom Vac von Vitra mit weißer Sitzschale
Tom Vac

Dieser Stuhl mit seiner umlaufenden Sitzschale aus einem Guss ist nicht nur optisch ein Genuss. Tom Vac ist sehr komfortabel und auch für den Einsatz im Freien bestens geeignet. Dank der ovalen Auslassung in der unteren Rückenlehne ist er stapelbar.

Hier finden Sie alle Beiträge zum Thema Möbeldesign im Wandel

Newsletter

Verpassen Sie keinen Blog Post. Wir informieren Sie wöchentlich über Neuigkeiten.