Zwischen Sideboard, Lowboard und Kommode: Die richtige Wahl für jeden Raum

Von in Wohnen & Einrichten
Interlübke Sideboard Jorel wandhängend mit drei Klappen und drei Schubladen, Ziegelrot

Sideboard, Lowboard und Kommode werden oft ähnlich wahrgenommen und genauso häufig verwechselt. Dabei erfüllen die drei Möbeltypen grundverschiedene Aufgaben und entfalten ihre Wirkung in ganz unterschiedlichen Räumen. Wer das versteht, trifft bei der Auswahl die richtige Entscheidung sowohl für den Gebrauch als auch für die Wirkung des Möbels im Raum.

Das Sideboard als Rückgrat des Wohnraums

Das Sideboard ist das wohl vielseitigste der drei Möbelstücke: Es fügt sich in nahezu jeden Wohnraum ein und übernimmt dort ganz unterschiedliche Funktionen. Mit einer Höhe von üblicherweise 75 bis 90 Zentimetern entspricht es in etwa der Höhe eines Esstisches.

Interlübke Sideboard Cube Round in matt rotem Lack
Interlübke Sideboard Cube Round
Interlübke Sideboard Cube Bold mit Korpus aus Nussbaum und Metallgestell
Interlübke Sideboard Cube Bold
Interlübke Sideboard Cube Light mit Abdeckung aus Stein
Interlübke Sideboard Cube Light mit Steinplatte

Konstruktiv zeigt sich das Sideboard in großer Bandbreite. Manche Modelle setzen auf Türen, andere auf Klappen oder Schubladen, wieder andere kombinieren geschlossene Fächer mit offenen Ablagen für eine leichtere Optik. Auch die Aufstellung variiert: Auf schlanken Füßen wirkt ein Sideboard leichter und lässt den Boden sichtbar, bodennah montiert gewinnt es an Präsenz und Stabilität, wandhängend scheint es förmlich zu schweben und schafft zusätzlichen Freiraum darunter. Auch die Oberfläche bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und entscheidet darüber, wie gut sich das Sideboard in den vorhandenen Raum einfügt. Lackierte Fronten wirken glatt und zeitgenössisch, während furniertes oder massives Holz Wärme und Handwerk betont. Eine Abdeckplatte aus Stein, Glas oder Holz setzt einen eigenen Akzent und kann farblich oder materialtechnisch bewusst zum restlichen Korpus kontrastieren.

Janua Sideboard und Esstisch Basket mit Stühlen von Freifrau
Janua Esszimmer mit Sideboard Basket

Im Esszimmer steht das Sideboard klassischerweise gegenüber dem Esstisch und dient als zusätzlicher Stauraum und Abstellfläche für Geschirr, Servierplatten oder Getränke während des Essens; die Höhe ermöglicht dabei bequemes Anrichten im Stehen.

Interlübke Sideboard Cube Bold als großzügiger Raumteiler zwischen Wohn- und Essbereich
Raumteiler Cube Bold | Interlübke

Im Wohnzimmer entlang einer Wand positioniert, strukturiert es offene Grundrisse und kann eine raumhohe Schrankwand ersetzen, ohne deren Volumen zu erreichen. Frei im Raum aufgestellt, übernimmt es dank seiner Höhe zudem die Funktion eines Raumteilers und trennt offene Wohn- und Essbereiche voneinander, ohne den Raum optisch vollständig abzuschotten. Im Homeoffice dient es als zusätzliche Abstellfläche für Drucker oder Technik-Zubehör und bietet geschlossenen Stauraum für Unterlagen und Ordner – optisch deutlich wohnlicher als ein klassischer Aktenschrank.

Interlübke Sideboard Just Cube mit sichtbaren Fugen und Abdeckung in Kontrastfarbe
Interlübke Sideboard Just Cube
Interlübke Sideboard Start
Interlübke Sideboard Start
USM Haller Sideboard mit Soft Panel Fronten
USM Sideboard mit den neuen Soft Panel Fronten

Besonders wirkungsvoll zeigt sich das Sideboard als Kontrast. Ein Exemplar aus dunkler Eiche oder Nussbaum im Zusammenspiel mit einem Tisch aus Marmor oder Stein definiert den Raum durch die Spannung zwischen warmer Maserung und kühler Mineralität, ohne dass es weiterer Dekoration bedarf.

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Das Lowboard als ruhende Horizontale

Das Lowboard unterscheidet sich vor allem durch seine Proportionen von Sideboard und Kommode. Mit einer Höhe zwischen 35 und 55 Zentimetern bleibt es deutlich unter der Sichtachse und lässt Räume dadurch höher und offener wirken.

Bei der Gestaltung bietet das Lowboard eine ähnliche Vielfalt wie das Sideboard: Lackierte oder furnierte Fronten, Türen, Klappen und offene Fächer lassen sich ebenso kombinieren. Die begrenzte Höhe sorgt jedoch dafür, dass diese Gestaltungselemente insgesamt zurückhaltender wirken als beim Sideboard. Außerdem lässt sich die Oberseite wunderbar für dekorative Zwecke nutzen, etwa für Bücher, Kunstobjekte oder Pflanzen.

Interlübke Lowboard Cube Round
Interlübke Lowboard Cube Round

Am häufigsten steht das Lowboard an der TV-Wand im Wohnzimmer: Es bietet Stauraum für Receiver, Konsolen und Kabel und bleibt dabei durch seine geringe Höhe selbst zurückhaltend, unabhängig davon, ob der Fernseher wandmontiert ist oder auf einem separaten Halter sitzt. Auch im Schlafzimmer spielt diese Höhe eine Rolle, vor allem unter Dachschrägen: Wo ein Kleiderschrank wegen der abfallenden Decke nicht mehr passt, bietet ein Lowboard weiterhin nutzbaren Stauraum, ohne gegen die Schräge zu stoßen.

Als Raumteiler eignet sich das Lowboard aufgrund seiner geringen Höhe dagegen nicht; dafür fehlt ihm die nötige Präsenz in der Vertikalen, um Räume wirksam zu trennen.

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Die Kommode als konzentrierte Vertikale

Die Kommode ist das klassische Stauraummöbel unter den dreien und punktet dort, wo tatsächlich Aufbewahrung gefragt ist. Mit mehreren volltiefen Schubladen bietet sie auf kompakter Grundfläche effizient organisierten Stauraum und eignet sich dadurch besonders gut für Kleidung, Wäsche oder kleinere Utensilien.

Interlübke Kommode Cube Light in rostbraunem Lack
Interlübke Kommode Cube Light
USM Haller Kommode mit offenem Fach und Soft Panel
USM Kommode mit Soft Panel
Interlübke Kommode Start im Schlafzimmer
Interlübke Kommode Start

Ihr wohl häufigster Einsatzort ist das Schlafzimmer, wo sie als Ergänzung zum Kleiderschrank zusätzlichen Stauraum schafft. Auch im Flur oder Eingangsbereich übernimmt die Kommode praktische Aufgaben: Schals, Handschuhe oder kleinere Alltagsgegenstände finden darin Platz, während die Oberfläche für Dekoration wie Spiegel oder Vasen genutzt werden kann. Im Gästezimmer ist sie ein bewährter Klassiker, der Funktion und Wohnlichkeit verbindet.

Was die Kommode auszeichnet, ist die Kombination aus Nutzwert und gestalterischer Präsenz: Anders als eine schlanke, rein dekorative Konsole bietet sie echten Stauraum, ohne dabei die massive Wirkung eines großen Sideboards zu entfalten und meist mit deutlich weniger Raumbedarf.

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Welches Möbel für welchen Raum?

Die Entscheidung zwischen Sideboard, Lowboard und Kommode ist nicht allein eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Raumlogik. Wer vor dem Kauf fragt, welche Funktion das Möbel übernehmen soll und welche Proportionen der Raum verträgt, findet die Antwort meist von selbst: Das Sideboard dient, das Lowboard gliedert, die Kommode verstaut.

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Titelbild: Sideboard Jorel | ph. credit: Interlübke
photo credits: Interlübke, USM Haller, Janua